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Was ist Innovationsportfolio-Management?
Innovationsportfolio-Management beschreibt die Pflege und Weiterentwicklung der verschiedenen Innovationsprojekte eines Unternehmens. Ein erfolgreicher Portfolio-Prozess stellt sicher, dass jedes Projekt zur Innovationsstrategie des Unternehmens passt und die Stage-Gate-Pipeline termingerecht durchläuft. Nach der Markteinführung messen und verfolgen Innovationsportfolio-Manager die Leistung der Innovationen anhand definierter KPIs, um sicherzustellen, dass sie dem Unternehmen Wert und ROI liefern.
Was sind die Vorteile von Innovationsportfolio-Management?
Risiken steuern
Wer sein Innovationsportfolio genau im Blick behält, erkennt die Risiken jedes Projekts und kann Maßnahmen ergreifen, um sie zu entschärfen. Ein Portfolio-Manager bringt ein Projekt oft erst dann voran, wenn er sicher ist, dass die damit verbundenen Risiken beseitigt oder ausreichend reduziert wurden. Gutes Innovationsportfolio-Management senkt daher die Wahrscheinlichkeit, dass Innovationsprojekte scheitern, ganz erheblich.
Leistung verfolgen
Innovationsportfolio-Manager bewerten die Leistung von Innovationsprojekten mit verschiedenen KPIs und Kennzahlen – während der Entwicklung und nach der Vermarktung. Sie behalten die Kosten im Blick, während Innovationen die Pipeline durchlaufen, und alle Innovationen werden konsequent an finanziellen KPIs gemessen. Bringen Projekte nicht die erwartete Leistung, können sie angepasst oder ganz eingestellt werden.
Strategische Wachstumsfelder priorisieren
Mit Innovationsportfolio-Management stellen Sie sicher, dass Ihr Innovationsprogramm stets auf die übergeordnete Strategie und die Ziele des Unternehmens ausgerichtet ist. Ebenso wichtig ist, dass die Innovationen in der Pipeline über die drei Innovationshorizonte hinweg ausgewogen sind, damit kurz-, mittel- und langfristige Vorhaben angemessen priorisiert werden.
Transparenz in der Innovationspipeline
Transparenz gehört zu den wichtigsten Faktoren jeder Innovationsinitiative – nicht nur für die Teilnehmenden, sondern auch für Führungskräfte und Entscheider. Mit Innovationsportfolio-Management erstellen und teilen Sie eine Roadmap, damit alle wissen, wohin Ihr Innovationsprogramm steuert und wie Sie dorthin gelangen wollen.
Was sind die Herausforderungen beim Innovationsportfolio-Management?
Die Qualität der Informationen und Daten, die Ihnen als Portfolio-Manager zur Verfügung stehen, ist entscheidend – zumal viele Ihrer Entscheidungen erwartete künftige Ereignisse und Ergebnisse betreffen
Bei einem unternehmensweiten Innovationsprogramm müssen Sie mitunter Tausende von Innovationen und Lösungen prüfen und steuern – manuell ist das schlicht nicht zu schaffen
Portfolio-Management ist eine hochstrategische Aufgabe. Die verantwortliche Person braucht deshalb ein klares Mandat der Geschäftsleitung, um wichtige Entscheidungen mit potenziell großer Tragweite zu treffen
Als wäre das alles nicht genug, verschieben sich im Portfolio-Management oft die Rahmenbedingungen. Strategien ändern ihre Richtung, und der Markt kann sich unerwartet wandeln
So bauen Sie einen Prozess für Innovationsportfolio-Management auf
Werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Schritte eines wirksamen Innovationsportfolio-Management-Prozesses.
Wenn Sie ein Innovationsportfolio aufbauen oder steuern sollen, müssen Sie zum Experten auf diesem Gebiet werden. Verschaffen Sie sich zuerst ein umfassendes Verständnis des gesamten Innovationsprozesses in Ihrem Unternehmen. Diese Bereiche sollten Sie untersuchen.
Eine der wichtigsten Fragen ist, wie Innovationen am Anfang Ihres Portfolios hineingelangen. Man spricht auch vom „Fuzzy Front End“ der Innovation, weil es viele unterschiedliche Kanäle umfassen kann, darunter Trends, Patente und Ideen aus verschiedensten Quellen. Die meisten Unternehmen nutzen nicht alle möglichen Kanäle, daher gibt es hier meist viel Potenzial.
Sobald Innovationen in der einen oder anderen Form in Ihren Trichter gelangt sind, braucht es einen Bewertungsprozess, um die Lösungen zu ermitteln, die Sie umsetzen möchten. Diese Phase kann viele Schritte umfassen, etwa Verfeinerung, Experimente, Prototyping, Expertenbewertung und mehr.
In dieser Phase, oft Umsetzungs- oder Vermarktungsphase genannt, werden Ihre Innovationen Realität. Häufig werden dabei Teammitglieder verschiedenen Projekten und Aufgaben zugeordnet, die zur Einführung Ihrer Lösung beitragen. Als Portfolio-Manager sollten Sie eng in diesen Prozess eingebunden sein.
Klären Sie zuerst den Zweck Ihres Portfolios: Was sollen Ihre Prioritäten sein? Die Antworten ergeben sich aus Ihren Innovationszielen, die wiederum auf die Gesamtstrategie des Unternehmens ausgerichtet sein sollten. Ist beides noch nicht definiert, dann herzlichen Glückwunsch – Sie sind es, der die Prioritäten erarbeiten und festlegen muss! Hier einige der häufigsten Optionen:
Effizienz gehört in jedem großen Unternehmen zu den häufigsten Innovationsprioritäten. Dazu zählen viele Ansätze, von Lean und Agile über Prozessverbesserung bis zu Operational Excellence und mehr.
Neue Wege zu finden, Kunden zu erreichen, hat für große Unternehmen immer höchste Priorität. Das können völlig neue Produkte oder Services sein oder die Anpassung eines bestehenden Produkts für eine größere Zielgruppe.
Der Kunde ist König – auch bei Innovation. Das gilt besonders, wenn Sie in einem hart umkämpften Markt tätig sind und die Kundenzufriedenheit steigern müssen. Doch auch bei einer stabilen Position ist es wichtig, kundenzentriert zu denken und das Erlebnis für Ihre Kunden zu verbessern.
Wenn klar ist, welche Probleme das Portfolio lösen soll und welche Projekte infrage kommen, legen Sie fest, mit welchem Ansatz Sie das Portfolio steuern und Ihre Aktivitäten gliedern.
Die drei Horizonte sollen eine einseitige oder unausgewogene Innovationspipeline verhindern. Es ist verlockend, immer nach schnellen Erfolgen und sofortigem ROI zu streben. Dieser kurzsichtige Ansatz kann Sie jedoch anfällig für disruptive Innovationen machen, deren Entwicklung und Umsetzung deutlich länger dauert. Die erfolgreichsten Unternehmen verfolgen einen ausgewogenen Ansatz und investieren Ressourcen anteilig in alle drei Horizonte.
Ähnlich wie der Drei-Horizonte-Ansatz ist die Innovation Ambition Matrix eine Vorlage, mit der Sie die Lösungen in Ihrem Innovationsportfolio priorisieren. Statt Innovationen auf drei Horizonte zu verteilen, unterscheidet dieser Ansatz drei Innovationsarten: Kern-, angrenzende und transformative Innovation. So werden Innovationen anhand mehr Faktoren bewertet als beim einfacheren Horizonte-Ansatz.
Jetzt wissen Sie, was das Portfolio erreichen soll und wie Sie es verfolgen. Nun können Sie die Leistung beobachten und prüfen, ob Ihre Projekte auf Kurs sind. Prüfen Sie in dieser Phase auch, wie viel in jedes Stage-Gate des Workflows investiert wird, um Optimierungspotenzial zu erkennen, und behalten Sie das Umsatzpotenzial im Blick, damit Sie in die richtigen Bereiche investieren.
Hier liegt oft die erste Hürde für ein erfolgreiches Innovationsprogramm. Wenn Sie die Zielgruppe Ihrer Initiative nicht erreichen, können Sie den Anfang Ihres Trichters nicht füllen und kommen nicht weiter. Dafür gibt es viele Lösungen, etwa internes Marketing, Gamification und Anreize, Tools und Integrationen und mehr.
Wenn Sie bereits Engagement erzielt und eine gute Zahl erster Lösungen generiert haben, besteht die nächste Herausforderung oft darin, diese Lösungen zu filtern, damit sie handhabbar werden. Es gibt viele Bewertungsmethoden, doch am wirksamsten ist in dieser Phase der Umstieg auf ein Tool, das diesen Prozess unterstützt.
Dies ist oft die letzte Hürde, bevor Ihre Innovation Wirkung entfaltet. Sie haben eine finale Auswahl wertvoller Ideen und müssen sie nun verwirklichen. Meist ist das Budget in dieser Phase das größte Problem, manchmal ist es aber auch schwierig, die richtigen Personen einzubinden und sicherzustellen, dass sie alles haben, was sie brauchen.
Was ist Software für Innovationsportfolio-Management?
Software für Innovationsportfolio-Management hilft Ihnen, für jedes Innovationsprojekt einen Business Case zu erstellen, die Umsetzung durchgängig zu steuern und die Leistung an Ihren strategischen Zielen zu messen. Der Innovation Governance Framework Blueprint beschreibt die Entscheidungsstruktur über dem Portfolio, und der Impact Tracking & Benefits Realization Blueprint deckt die Messung ab.
Wie funktioniert Software für Innovationsportfolio-Management?
Software für Innovationsportfolio-Management bietet alle Werkzeuge, um Ihre Innovationsprojekte wirksam zu bewerten und wichtige Entscheidungen zu treffen – von der Entstehung bis zur Markteinführung und Leistung am Markt. Da so viele Informationen und Daten nötig sind, um zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen, besteht die Kernaufgabe der Software darin, Ihnen die schwere Arbeit abzunehmen: Berechnungen anzustellen und Daten so darzustellen, dass Entscheidungen so einfach wie möglich werden.
Im Folgenden ein Überblick über die zentralen Aktivitäten im Innovationsportfolio-Management. Aber Vorsicht: Nicht jede Software bietet alle nötigen Werkzeuge.
und bewerten
und Umsetzung
Der Prozess des Innovationsportfolio-Managements:
Initiieren: Neue Projekte anschieben
In der Initiierungsphase legen Sie neue Projekte an und bringen sie auf den Weg. Das können eigenständige Projekte sein oder solche, die aus anderen Bereichen Ihres Innovationsmanagement-Programms stammen, etwa per Crowdsourcing gesammelte Ideen oder gescoutete Start-ups und Technologien. Sie sollten diese Projekte nach verschiedenen Kriterien wie Bereich, Kategorie, Wirkung und weiteren klassifizieren können.
Die besten Lösungen für Innovationsportfolio-Management lassen sich in Ihre bestehenden Projektmanagement-Tools wie Monday, Jira und andere integrieren und bieten APIs, über die Updates aus diesen Systemen einfließen.
Planen und bewerten: Ihre Pipeline steuern und bewerten
Sobald Ihr Portfolio steht, müssen Sie fortlaufend jedes Projekt darin, das Portfolio als Ganzes und Ihren Prozess beobachten und bewerten. Ihre Software sollte die Bewertung jedes Projekts mit einem einfachen Ablauf erleichtern und es Ihnen ermöglichen, passende Bewertungsteams oder Experten einzubinden. In dieser Phase ist Zusammenarbeit entscheidend: Ihre Teams sollten sich austauschen, um Projekte zu diskutieren und zu bewerten, und Ihre Software sollte dafür verschiedene Kollaborationsfunktionen und Bewertungsmethoden bieten.
Ein Stage-Gate-System oder eine „Pipeline“ hilft Ihnen, den Status jedes Projekts zu visualisieren und Engpässe im Prozess zu erkennen. Zu den Faktoren für die Bewertung des Gesamtprozesses gehören die Durchlaufquote jedes Stage-Gates, die Verweildauer in jeder Phase und die gesamte Time-to-Market Ihrer Projekte. Fragen, die Ihnen helfen, die Leistung Ihres Portfolios zu verstehen:
- Wie viele meiner Projekte bleiben im Budget?
- Wie viele meiner Projekte werden pünktlich fertig?
- Erhalten meine Projekte alle Ressourcen, die sie brauchen?
Prototyp und Umsetzung: Risiken erkennen und Wirkung steuern
Wenn sich Projekte dem Abschluss nähern, müssen die damit verbundenen Risiken erkannt und gesteuert werden. Ihre Software sollte es ermöglichen, diese Risiken zu erfassen, für jedes Projekt zu priorisieren und ihren Status im gesamten Portfolio einzusehen. Außerdem sollten Sie sie im System verantwortlichen Personen zuweisen können, die ihre Auswirkungen am besten begrenzen oder sie ganz entschärfen können.
Wichtig ist allerdings: Sie werden nie alle Risiken aus Ihren Projekten entfernen können. Projekte in Horizont 3 etwa haben ein deutlich höheres Risikoprofil, weil die Planung Jahre in die Zukunft zwangsläufig unsicher ist. Entscheidend ist, diese Risiken früh zu erkennen und alle verfügbaren Schritte zu unternehmen, um sie zu minimieren.
Ihre Innovationsportfolio-Software sollte außerdem messen und verfolgen, wie sich Projekte auf Ihr Unternehmen auswirken – positiv (also ihre Rentabilität) wie negativ (etwa Kosten oder sonstiger Ressourcenbedarf). Ihr System sollte all diese Berechnungen für Sie übernehmen und leistungsstarke Reporting-Funktionen bieten, um die Gesamtwirkung über Teams, Themen, Produktlinien und mehr hinweg zu bewerten.
Vermarkten: Die ausgewählten Lösungen umsetzen
Jetzt steuern Sie den unternehmensweiten Rollout Ihrer Lösungen. Die Software sollte es ermöglichen, die Idee oder Lösung in handhabbare Teile zu zerlegen und die Verantwortung passenden Teammitgliedern zu übertragen. Die Plattform sollte Funktionen bieten, um Budget zuzuweisen und Aufgaben zu verteilen, damit die Idee Wirklichkeit wird, sowie zahlreiche Analysewerkzeuge, um die Leistung zu messen und darüber zu berichten.
Messen: Wirkung und ROI berechnen und verfolgen
Die letzte Phase jedes Innovationsportfolio-Management-Prozesses besteht darin, die Wirkung Ihrer Projekte und den Return on Investment für Ihr Unternehmen fortlaufend zu messen. Die besten Lösungen bieten vielfältige Werkzeuge, um die Leistung Ihres Portfolios auf unterschiedliche Weise und anhand verschiedener KPIs und Kriterien zu visualisieren.
Mit Ihrer Software sollten Sie alle Berichte für Ihre Stakeholder schnell erstellen können, und sie sollte leistungsfähig genug sein, um tief in alle Daten im System einzutauchen und die benötigten Erkenntnisse zu gewinnen.
Unsere Lösung
Q-impact
Willkommen in Ihrem persönlichen Innovations-Cockpit. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Innovationen Wirkung entfalten, indem Sie Ihr gesamtes Innovationsportfolio verfolgen und den geschaffenen Wert über die Zeit messen.
Vorteile von Q-impact
Steuern Sie effizient einen maßgeschneiderten Prozess mit allen relevanten Stakeholdern
Steuern Sie mit intuitiven Tools jeden Aspekt Ihres Innovationsportfolios und verfolgen Sie ihn teamsübergreifend
Messen und analysieren Sie die Wirkung Ihrer Projekte auf Umsatz oder Einsparungen und verfolgen Sie KPIs zum ROI Ihrer Innovation
Projekte entstehen aus jeder beliebigen Kombination von Ideen, Technologien und Start-ups
Weitere Lösungen für das
Innovationsmanagement
… und das war Innovationsportfolio-Management! Jetzt wissen Sie, worum es geht und wie Sie ein Innovationsportfolio wirksam aufbauen und steuern. Als Nächstes lernen Sie auf den folgenden Seiten die anderen Ansätze im Innovationsmanagement kennen.
Ideenmanagement ist der strukturierte Prozess, Ideen zu sammeln, zu prüfen, weiterzuentwickeln und umzusetzen, die Ihr Unternehmen innovativer und effizienter machen.
Kontinuierliche Verbesserung ist genau das, wonach es klingt: die Praxis, die Leistung der Produkte, Prozesse oder Services eines Unternehmens ständig und schrittweise zu verbessern.
Innovations- und Technologie-Scouting ermöglicht es Unternehmen, diese Hürden zu umgehen und neue Produkte, Services und Lösungen zu liefern, die ihr Wertversprechen deutlich stärken.
Trendmanagement umfasst alle Aktivitäten, mit denen Trends gescoutet und genutzt werden, um die Innovationsarbeit eines Unternehmens voranzutreiben.